Der Wegzug ins Ausland war und ist – nicht nur bei Prominenten und Superreichen – ein aktuelles und beliebtes Thema. Das bessere Klima, politische Stabilität, attraktivere Arbeitsbedingungen, aber nicht zuletzt auch die möglichen Steuervorteile locken im europäischen oder außereuropäischen Ausland. Mittlerweile gibt es im europäischen Raum einen regelrechten Wettbewerb um die günstigsten Steuerbedingungen für vermögende Zuzügler (sog. High-Net-Worth Individuals). Neben dem altbekannten britischen Non-dom-Steuerregime oder der Schweizer Aufwandsbesteuerung locken die EU-Staaten Italien, Spanien (sog. Beckham-Law für bestimmte Expatriates), Malta, Zypern und eben Portugalmit attraktiven Pauschalsteuersystemen. Das sog. Non-Habitual Tax Resident („Residente Não-Habitual“)-Steuerregime (im Folgenden NHR-Steuerregime) wurde in Portugal bereits mit Gesetz vom   eingeführt, um die Attraktivität von Portugal als Zuzugsland bzw. Standort nicht nur für vermögende Privatpersonen, sondern auch für hochqualifizierte Arbeitskräfte, Ruheständler und Investoren zu verbessern. Im Folgenden sollen die steuerlichen Voraussetzungen und Vorteile des portugiesischen NHR-Steuerregimes aus deutscher Sicht näher dargestellt werden. 

Kernaussagen

  • Das portugiesische Non-Habitual-Residence-System bietet für deutsche Zuzügler für eine Dauer von maximal zehn Jahren bestimmte Steuervorteile unter der Voraussetzung, dass eine Steueransässigkeit in Portugal wirksam begründet wird. Es zielt insbesondere auf hochqualifizierte Berufe und Arbeitskräfte (Selbständige wie Arbeitnehmer), Ruheständler und Investoren. 

  • Bestimmte ausländische Einkünfte sind grundsätzlich steuerbefreit, sofern sie im Quellenstaat besteuert werden können. In Portugal selbst ausgeübte hochwertige Tätigkeiten unterliegen nur einer 20 %igen Pauschalbesteuerung. 

  • Im Zusammenspiel mit dem DBA-Recht können sich hieraus attraktive Steuervorteile ergeben. Es sind jedoch die abkommensrechtlichen und außensteuerrechtlichen Missbrauchsregelungen zu beachten.

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